ESMOD meets 36boys

ESMOD meets 36boys

Die 36Boys haben sich die Studenten der Modeschule Esmod ...

Die 36Boys haben sich die Studenten der Modeschule Esmod als Designer für ihre neue Kollektion zur Hilfe genommen. BerlinFashion.Tv schaute sich das erste Zusammentreffen an.

Die 36boys haben sich die Studenten der Modeschule Esmod als Designer für ihre neue Kollektion zur Hilfe genommen. BerlinFashion.Tv schaute sich das erste Zusammentreffen an.

36boys: Ende der 1980er-Jahre bis Mitte der 1990er-Jahre waren die 36boys als Kreuzberger Gang aktiv. Neben türkischstämmigen Jugendlichen waren auch andere Nationalitäten in der bis zu 300 Personen großen Gruppe vertreten. Das Gebiet, in dem sich die 36boys hauptsächlich aufhielten, war der Bereich um das Kottbusser Tor bis zu den Wohngebieten zwischen der Naunynstraße und der Waldemarstraße, sowie bis zum Görlitzer Bahnhof. Der Name 36boys kommt von dem ehemaligen Berliner Postbezirk Südost 36. Die Idee die Gang so zu bennen kam von Maxim, einem Mitbegründer der Berliner Rapszene, der 2003 von einem Rentner erstochen wurde. Die 36boys wurden von Maxim ursprünglich als Hip-Hop-Crew gegründet.

Anfang der 1990er-Jahre lieferte sich die Gruppe Revierkämpfe mit Banden aus der rechten Szene. Andere rivalisierende Gangs waren die Warriors vom Schlesischen Tor und die Black Panthers aus Berlin-Wedding. Während der Mai-Krawalle in Kreuzberg schlossen sich die 36 Boys anfangs den Autonomen an, eine Allianz die wegen der fehlenden politischen Ausrichtung der Gruppe nicht lange anhielt.Auch in der Graffiti-Szene waren die 36boys sehr aktiv. so waren die Graffitis der 36 Boys in ganz Berlin verteilt.

Der Berliner Senat hat 2007 ehemalige Mitglieder der 36 Boys als „Kiezläufer“ angestellt, mit deren Hilfe in Kreuzberg präventiv gegen Jugendkriminalität vorgegangen werden soll. Nach der Auflösung der Bande gingen die ehemaligen Mitglieder unterschiedliche Wege. Einige blieben im kriminellen Milieu, andere wie der Koch Tim Raue – ausgezeichnet vom Gault-Millau – wendeten sich bürgerlichen Karrieren zu.

Wiederum andere arbeiten als Sozialarbeiter in Kiezprojekten und Jugendzentren. Das ehemalige Mitglied Sinan Tosun hat nahe des Kottbusser Tors einen Laden eröffnet, in dem er Kleidung unter dem Label 36 Boys vertreibt. Der Bruder von Sinan, Muzaffer Tosun, Profiboxer im Halbweltergewicht, war ebenfalls Mitglied der 36 Boys, so wie auch der Rapper Killa Hakan und der Filmautor und -regisseur Neco Çelik.

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