"Der deutschen Modebranche mangelt es nicht an gutem Design, sondern an einer starken Lobby. Das kreative Potential in Deutschland und dessen Relevanz als Wirtschafts- und Kulturgut wird nach wie vor unterschätzt. Mit der Gründung eines Fashion Council in Deutschland haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, dies zu ändern und uns dauerhaft organisiert und gemeinschaftlich für deutsches Design stark zu machen - und zwar 365 Tage im Jahr."

Mit diesem Zitat zeigt die Chefredakteurin der deutschen Vogue und Präsidentin des Fashion Councils Germany (FCG) Christiane Arp, dass  Modedesign auch auf politischer Ebene gefördert werden muss.

Der Fashion Council Germany (FCG) hat wichtige erste Schritte zur Förderung des deutschen Modedesigns unternommen. Dies gaben Gründungsmitglied Anita Tillmann, CEO der Modemesse PREMIUM Exhibitions, und Christiane Arp, im Rahmen der fünften ZEITmagazin KONFERENZ „Mode & Stil“ in Berlin bekannt.Der FCG hat sich auf Initiative nationaler Branchenexperten im Januar dieses Jahres in Berlin gegründet und setzt sich für deutsches Modedesign als Kultur- und Wirtschaftsgut ein. Der Council führt bereits Gespräche mit Verantwortlichen der Europäischen Union und war Gast bei der ersten Konferenz eines Sonderausschusses des Europaparlaments zum Thema „Creative Industries“ im Juni in Brüssel. Dort engagierten sich Christiane Arp und Anita Tillmann als Repräsentantinnen des FCG dafür, dass die Kreativwirtschaft und im Besonderen Modedesign erstmals im Rahmen des neuen Investitionsplans der Europäischen Union von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker finanziell gefördert werden sollen.

National steht der Council im Austausch mit Vertretern des Bundes und des Berliner Senats. Zudem befindet sich der FCG in Kontaktaufnahme mit weiteren Bundesländern und in Gesprächen mit Mitgliedern der deutschen Industrie sowie nationalen und internationalen Verbänden. Darunter sind der GermanFashion Modeverband Deutschland wie auch der Council of Fashion Designers of America, der British Fashion Council und der französische Chambre Syndicale de la Haute Couture.Das zweite Projekt des FCG ist ein Förderungsprogramm für Nachwuchsdesigner aus Deutschland mit großem kreativem Potenzial. Es beinhaltet eine anhaltende und individuelle Unterstützung der Designer durch Mentoring der Mitglieder und Partner des Councils und startet im Januar 2016 mit einem offenen Bewerbungsverfahren. In Kooperation mit der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung beginnt der FCG sein Programm bereits vorab in diesem Jahr mit zwei ausgewählten Designerinnen aus Berlin und freut sich, Marina Hoermanseder und Nobi Talai fördern zu können.

Die erste bestätigte Präsidiumsmitglieder sind Mario Eimuth, Geschäftsführer von Stylebob.com, und Dirk Schönberger, Creative Director adidas. Den Vorstand bilden Marie-Louise Berg, Inhaberin von Berg Communications Berlin, Mandie Bienek, Geschäftsführerin von Press Factory, Claudia Hofmann, Creative Director Freelance, sowie Marcus Kurz, Geschäftsführer der Agentur Nowadays, und Anita Tillmann, CEO der PREMIUM Exhibitions. Weitere Mitglieder sind bisher Modejournalistin Melissa Drier, Karen Heumann, Vorstand der Kreativagentur thjnk, und Jutta Ohms, Inhaberin von Ohms Consulting. Wir sind beigeistert für den Mut und das Engagement!